Gier nach Blutwurst
Shownotes
Die Spuren, die die Mordermittler am Tatort finden, führen in den engsten Verwandtenkreis…
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Transkript anzeigen
00:00:02: Morde kommen in allen Gesellschaften und allen Schichten vor.
00:00:07: Viele Morde haben jedoch eine Gemeinsamkeit, der Täter ist ganz in der Nähe.
00:00:13: Die meisten Tötungselegte sind tatsächlich Beziehungs-Taten im engen persönlichen Raum Und es ist wahrscheinlicher dass du von jemandem bekannten umgebracht wirst als von irgendjemandem auf die Straße.
00:00:28: Nichts ist so unglaublich wie das wahre Leben.
00:00:32: hier Ist Sachsens spannender Podcast mit echten Kriminalfällen aus unserer Region?
00:00:38: Aufgeschrieben oder zählt von Maximilian Räck.
00:00:42: Hier ist Tobin Sachsen, der Mordcast.
00:00:46: Achtung!
00:00:47: Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren.
00:00:50: Heute Gia Natwurst.
00:00:55: Geithein am Abend des siebzehnten Juli, nineteenhundert-siebenundvierzig.
00:01:01: Der dreihundzwanzigjährige Schustergehilfe Arthur Dietze amüsiert sich im Haus Altenburg in der Bahnhofstraße.
00:01:09: Als er gegen zweiundzwanzig Uhr vor dem Gebäude eine Zigarette raucht, wird er vom Nachbarn seiner Großeltern angesprochen.
00:01:18: Der fünfundvierzigjährige Karsten Hedrich macht sich Sorgen.
00:01:23: Die Gänse und Hühner der alten Leute laufen noch auf dem Hof herum.
00:01:28: Dabei müssten sie nachts um zehn längst im Stall sein.
00:01:33: Merkwürdig Arthur Dietze verständigt seine Eltern.
00:01:38: Gemeinsam mit Carsten Hedrich machen sich die Dietzes auf den Weg in den Dammmühlenweg zu ihren Großeltern.
00:01:46: Sie klopfen, doch niemand antwortet!
00:01:50: Die Tür und die hölzernen Fensterläden sind geschlossen.
00:01:54: Sollten die alten Leute zu Bett gegangen sein ohne sich um ihr Federvieh zu kümmern?
00:02:01: Als die vier um das Haus herumgehen entdeckt der Enkel Arthur Dietse im ersten Stock Ein kleines, offenes Fenster.
00:02:10: Er holt eine Leiter und steigt ein.
00:02:13: Im Schlafzimmer sind seine Großeltern nicht.
00:02:17: Betten sind leer.
00:02:19: In Stände liegen herum die normalerweise auf Schränken und Anrichten stehen müssten.
00:02:26: Doch von dem alten Ehepaar fehlt jede Spur.
00:02:30: Ursula Dietze steigt ihrem Sohn hinterher Und öffnet den anderen die Haustür.
00:02:36: Gemeinsam durchsuchen sie das Hausgebnis.
00:02:41: Dann fällt Ursula Dietze ein, dass es noch einen kleinen Vorratskeller gibt.
00:02:46: Den sie noch nicht durchsucht haben.
00:02:49: Sie die Tür öffnet und das Licht anschaltet.
00:02:52: Erwartet sie ein schrecklicher Anblick!
00:02:56: Auf der Treppe liegt die Leiche ihres Vaters.
00:03:00: Der seventy-jährige Fritz Hofmeister Liegt Beuchlings und Kopf über am Fuß der Treppel Mit nach vorne ausgestreckten Armen.
00:03:13: Einige der Indizien sprechen dagegen, sagt der Autor und Forensiker Dr.
00:03:18: Markus Schwarz.
00:03:20: In dieser Situation mit ausgestreckten Armen nach vorn kann es also schon sein dass er irgendwie gefallen ist oder gestürzt ist und sich dann versucht hat mit den Armen abzufangen schlecht aufgekommen ist und eben dann in dieser
00:03:33: Endliegeposition
00:03:35: so am Fuß der Treppe liegen geblieben ist.
00:03:38: aber wenn man sich jetzt eine Normal schmale Stiege hinunter in den Keller vorstellt.
00:03:43: Und man kommt von oben und möchte die Tür hinter sich schließen, dann dreht man sich ja nochmal um, um die Tür quasi zu schließen!
00:03:52: Wenn man dann abrutscht stürzt man mit dem Rücken zuerst nach hinten um wenn man beispielsweise von einer Stufe abrubscht und das Gleichgewicht verliert.
00:04:01: Wenn ich jetzt einfach von der oberen Treppe quasi die Tür schon offen falle dann runter, dann passt unsere erste Annahme wieder, dass er einfach ausgerutscht ist.
00:04:10: Dass die Tür zu ist und der dann in dieser Lage gefunden wird?
00:04:13: Naja ... das mag vielleicht nicht ganz so
00:04:17: hinhauen!
00:04:18: In der Tat war das Licht gelöscht... Und die Keller-Türe war zu.
00:04:23: Es ist unwahrscheinlich, dass der alte Mann die Türe selbst geschlossen hat und danach in den stockdunklen Keller gegangen ist.
00:04:32: Die Verletzungen des sechsohn-siebzigjährigen Fritz Hofmeister schließen einen Treppenunfall ebenfalls aus.
00:04:39: Sein Schädel ist voller blutiger Wunden.
00:04:43: Jemand muss mit einem stumpfen Gegenstand wiederholt auf seinen Kopf eingeschlagen
00:04:49: haben.".
00:04:50: Also die Hutkrempenlinie ist für uns ja immer so ein Zeichen, ist es vielleicht durch einen Sturz passiert oder Fremdbeigebracht?
00:04:56: und sobald über der gedachten Hutkremmenlinie Verletzungen sind dann weiß das eher immer darauf hin dass eine Fremdsbeibringung besteht wie auch hier in diesem Fall.
00:05:09: Auf dem Hinterkopf des alten Mannes finden sich zwei etwa sieben Zentimeter lange Platzwunden.
00:05:15: Die Schläge haben den Schädel an dieser Stelle eingedrückt.
00:05:20: Also so eine Delle entsteht dann beispielsweise, wenn man mit einem schweren Gegenstand wie einem Hammer oder eben der Rückseite einer Axt auf einen Knochen einschlägt.
00:05:30: also
00:05:31: die
00:05:31: Formung des Hammer- oder Axtkopfes imprägniert dann in den Knoche hinein Und meistens auch dann an klaren Kanten, so dass man zumindest die Ausmaße der verwendeten Waffe auch erkennen kann.
00:05:46: In der Regel löst der Schlag allein wenn ja so tief eindringt schon massive Blutungen aus und Blutung ins Gehirn,
00:05:52: die
00:05:52: führen zu einer Druckerhöhung, wenn nicht sogar der Schlagerlein schon eine tödliche Verletzung bewirkt.
00:06:00: Das heißt hier haben wir mit einer höchstwahrscheinlich in kürzester Zeit zum Todeführenden Verletzungs zu tun.
00:06:08: Josefine Hofmeister, die fünfundsiebzigjährige Frau des Getöteten bleibt verschwunden.
00:06:15: Immer wieder durchsuchen die Verwandten das Haus.
00:06:18: Können sie aber nicht
00:06:19: finden?
00:06:21: Ursula Dietze, die bereits ihren toten Vater auf der Treppe gefunden hat sieht dass Blut aus einem Wäscheschrank tropft.
00:06:30: als sie die Tür öffnet findet sie auch ihre tote Mutter.
00:06:36: Die zierliche alte Frau liegt zusammengekrümmt auf dem Boden des Schranks und ist mit einem weißen Laken bedeckt.
00:06:44: im Bereich des Kopfes, sickert Blut durch den Stoff.
00:06:49: Es ist etwa drei Uhr als die Verwandten die Polizei verständigen.
00:06:54: Die Außenstelle Borner des Kriminalamts Leipzig schickt ihrem Mordermittler.
00:06:59: Als die Beamten die Leiche der Frau bergen sind ihre Hände zu Fäustengeballte.
00:07:05: Sollte sich die alte Frau mit Fäusten gegen den Angreifer gewährt haben?
00:07:10: Forensiker Dr.
00:07:11: Markus Schwarz hat eine andere Erklärung ...
00:07:15: Wenn der Tod eintritt, erschlafen die Muskeln und dementsprechend auch erst mal die zusammengekrampften Hände.
00:07:21: das kann aufgrund der Lagerungen im Schrank dann mit einer Totenstarre vereinbar sein.
00:07:28: Das heißt wenn der Leichnam so positioniert war dass er da nicht rausrutscht und die Türen werden geschlossen.
00:07:33: Dann kann es also passieren, dass alleine weil sich die Handgelenke abknicken und nach Körper-Innenseits fallen.
00:07:40: Wenn der Leichnam klein gemacht im Schrank liegt das da die sogenannte Leichenstache oder Totenstache eintritt und diese Hände dann in dieser Position fixiert bleiben.
00:07:52: auf ein Kampfgeschehen würden beispielsweise Abwehrverletzungen an den Händen hindeuten aber keinesfalls nur die faustartig erscheinenden Hände.
00:08:00: Das würde also nicht Zum Zeitpunkt des Todes passen.
00:08:04: Ähnlich ist es, wenn man beispielsweise geöffnete Unterkiefer zieht und man sagt so der Tote hat geschrien oder hat sich noch gequält.
00:08:12: auch das ist einfach nur eine Folge der Schwerkraft.
00:08:14: Das heißt der Kiefer klappt durch die Schwerkchaft nach unten und dann tritt die Totenstarre ein und in diesem Moment hat man eben
00:08:21: diesen
00:08:22: schreienden, verstorbenen.
00:08:24: Aber in der Regel ist das einfach nur zuerst die Schwerkraft beim Versterben und dann die eintretende Totenstarre.
00:08:29: Und Bestatter lösen das in der Regel oder auch wenn jemand im Krankenhaus stirbt wird es dadurch gelöst dass man eine Mulbinde um den Kopf macht damit eben dieser Zustand gar nicht erst eintritt.
00:08:40: In der Leichenschau wird festgestellt, dass die ermordeten keinerlei Abwehrverletzungen an den Händen und keine weiteren Verletzung am Körper haben.
00:08:50: Die beiden müssen von den Schlägen auf den Hinterkopf Überrascht worden sein.
00:08:55: Die Kopfverletzungen der Frau ähneln denen ihres Mannes, ihr Schädel weist ebenfalls Dellen auf und ist teilweise
00:09:02: eröffnet.".
00:09:12: In einem Zug.
00:09:12: durchgeführt wurde mehrere Schläge innerhalb kürzester Zeit.
00:09:15: Es konnte sich niemand irgendwo hinbewegen, sie konnte sich nicht eindrehen irgendwie noch zum Täter blicken sondern die ist vermutlich da überrascht worden und hat mehrere Schlage in kurzer Zeit auf dieselbe Stelle bekommen.
00:09:27: auch das ist hier eine Verletzung die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in sehr sehr kurzer zeit zum Tod geführt hat weil da sind derartig schwere Verletzungen zu sehen dass überlebt man also keinesfalls über ein längeren Zeitraum.
00:09:42: Eine weitere Spurensuche ergibt, dass die Frau in der Küche am Herd von hinten erschlagen wurde.
00:09:49: Von hier wurde sie oder den Tätern in den Wäscheschrank getragen.
00:09:55: Der Täter hat versucht, die Blutlache aufzuwischen.
00:09:59: An dem Herd müssten Blutspritzer bis an die Decke zu erwarten sein.
00:10:03: Wenn da auch noch gewischt ist, kann man davon ausgehen, mehrere Schläge auf den Kopf und dann dementsprechend eröffnen des Schädels, da kommt also viel Blut.
00:10:17: Und damit wird also für einen Ermittler auch relativ schnell klar was da passiert ist.
00:10:22: Zumindest dass der Angriff dort an dieser einen Stelle stattgefunden hat das ist dann glaube ich sehr schnell auch erkennlich.
00:10:29: Fritz Hofmeisters Blut findet sich im Hausflur außerdem eine Schleifspur Richtung Kellertreppe.
00:10:37: Wenn man zwei Verstorbene hat muss man ja auch immer unterscheiden, von wem ist jetzt welche Spur?
00:10:41: Das war zur damaligen Zeit gar nicht so einfach.
00:10:43: Heute würden wir also von den einzelnen Blutspuren und Schleifspuren einfach wirklich DNA-Proben nehmen um zu schauen, von welcher Spritzer und welcher Tropfen.
00:10:54: Das war damals nicht so leicht aber hier ergibt sich schon ein sehr eindeutiges Bild.
00:10:59: zum einen die Fremdbeibringung zum anderen natürlich dann noch das Wischen im Blut.
00:11:04: Man hat definitiv an sehr, sehr vielen Stellen Spritzer.
00:11:07: Also aufgrund schon des dynamischen Schlaggeschehens bei der Frau da müssen also bis hoch an die Decke Spritzer gewesen sein.
00:11:15: und diese Spritzer einzuschätzen das fällt jetzt auch nicht unbedingt schwer.
00:11:19: Und alles in allem wenn Wertgegenstände fehlen kommt man sehr schnell dann auch auf diesen Punkt
00:11:27: Raubmord.
00:11:28: Eine Kiste mit Zigaretten etwa Und zwei frische Blutwürste sind verschwunden.
00:11:38: Der Täter hat einen blutigen Schuhabdruck übersehen.
00:11:42: Damals waren Schuhe noch Einzelanfertigungen, das heißt wenn man da die Maße genommen und ein Vergleichsschuh vorliegen hatte von einem Tatverdächtigen dann konnte man da also wunderbar ausmessen Und das wurde damals fotografiert, auch mit Maßstab.
00:11:59: Das wurde dann teilweise einfach nachgebaut, dass man also ein Vergleichsobjekt sofort zur Hand hatte.
00:12:06: Den Beamten wird schnell klar, dass sich der Täter gut im Haus ausgekannt hat.
00:12:12: Die kleine Fensterlukel durch die er das ansonsten verschlossene Haus verlassen hat war von innen nicht erkennbar und mit Gegenständen zugestellt Und das
00:12:44: sind tatsächlich die Vorstufen des heutigen Profilings.
00:12:47: Also wenn man solches Wissen hat und das genutzt wird, da kommt halt nicht einfach jemand von fremd woher In Frage, sondern da kommt jemand in den Fokus.
00:12:58: Der dort vielleicht schon mal war, der darüber Bescheid weiß und das grenzt ja sofort ein!
00:13:02: Das hast du ja so fort dass da nicht mehr Hins- und Kunst als tatverdächtige Anfrage kommt Sondern Familie bekannte Leute aus dem Dorf die vielleicht schon Mal da waren Und genau wissen dass diese bauliche Struktur Da ist.
00:13:17: Ja und schon bist Du wieder ein Stück näher.
00:13:20: Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den engeren Verwandten und bekannten Kreis.
00:13:27: Einen Verwandte nach dem anderen können die Ermittler als tatverdächtig ausschließen, dann häufen sich die Hinweise auf den zwanzigjährigen Heinrich Becker einen weiteren Enkel der Hofmeisters.
00:13:40: Der junge Mann ist vorbestraft wegen Einbruchs- und Brandstiftung.
00:13:45: Seine Mutter Pauline Becker geborene Hofmeister ist überzeugt davon, dass ihr missratener Sohn der Täter ist.
00:13:53: Sie sagt aus, ihr Sohn bestehle auch sie und mache ihre Kleider auf dem Schwarzmarkt zu Geld.
00:14:00: Die Polizei nimmt die gesamte Familie mit aufs Revier und durchsucht ihr Haus – Fehl-Anzeige!
00:14:08: Der zwanzigjährige Heinrich Becker bestreitet die Tat doch in einem Geräteschuppen?
00:14:13: In der Nähe des Großelterlichen Hauses finden sich dann doch Gegenstände aus dem Besitz der Hofmeisters.
00:14:20: Schnürsenkel, Hosenträger, Ärmel und Sockenhalter, ideale Schwarzmarktware... ...und einige Gegenständen weisen blutige Fingerabdrücke auf!
00:14:33: Die Schuhe von Heinrich Becker sind verschwunden.
00:14:37: Am XXIII.
00:14:38: Juli, nineteenhundertsiebenundvierzig legt Heinrich Becker schließlich ein Geständnis ab Aber er will die Tat nicht alleine begangen haben.
00:14:48: Er belastet seinen Freund Ernst Schaller, mit dem er die Tat
00:14:51: angeblich
00:14:52: gemeinschaftlich geplant habe.
00:14:54: Heinrich Becker gibt zu seine Großmutter Josefine in der Küche erschlagen zu haben.
00:15:00: Angeblich angestiftet von Ernst-Schaller – Der Scharf auf das Geld und Die Blutwürste gewesen sei!
00:15:08: Ernst–Schaller habe dann Fritz Hofmeister im Hausflöhr erschlagen.
00:15:12: Beide hätten die Leiche der Großmutter gemeinsam in den Wäscheschrank getragen.
00:15:16: Dabei habe der Ernst Schaller, Die Leiche am Kopfende angepackt.
00:15:21: Auch seine Kleidung wird beschlagnahmt und untersucht.
00:15:26: Doch es gibt Probleme mit dieser Version.
00:15:29: Ernst-Schaller hat für den Tag der Tat ein Alibi.
00:15:33: Sein Vorarbeiter hat ihn gesehen.
00:15:35: Nur fünfzehn Minuten sei Schaller nicht auf Arbeit gewesen.
00:15:40: Dieser Zeitraum ist jedoch zu kurz, um die Tat zu begehen.
00:15:44: Aus den Akten geht hervor, dass der Vorarbeiter Schallers so lange befragt wird bis er schließlich einräumt das sein Untergebener für ganze fünfundzwanzig Minuten abwesend war.
00:15:56: Ist das die Wahrheit?
00:15:59: Lediglich eine Antwort, die die Beamten unbedingt hören wollten!
00:16:05: Schaller und Bäcker werden gemeinsam angeklagt.
00:16:08: Der Enkel der getöteten Heinrich Bäcker wird seinem Geständnis folgend wegen Mordes an Josefine Hofmeister zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt.
00:16:18: Der Mord an Großvater Fritz Hofmeester bleibt ungeklärt und ungesühnt, Ernst Schaller wird aus Mangel an Beweisen freigesprochen.
00:16:29: Doch die Staatsanwaltschaft legt Revision ein und erreicht damit dass nun auch Schalla zu zehn Jahren verurtheit wird.
00:16:37: Doch das Urteil ist eine Fass.
00:16:41: Es gibt keinerlei Beweise gegen Ernst Schaller.
00:16:44: Es wird in der Urteilsbegründung lediglich behauptet, sei am Tatort gewesen und damit mitschuldig.
00:16:52: Nun geht auch Schallers Verteidigung in Revision und erreicht dass die Ermittlungen noch einmal vertieft werden.
00:16:59: es zeigt sich das belastende Geständnis von Heinrich Becker ist unglaubwürdig.
00:17:06: Es gibt keinen Hinweis, dass Ernst Schaller mit den Toten überhaupt in Berührung gekommen ist.
00:17:12: Denn seine Kleidung... ...ist absolut sauber!
00:17:16: Sagt der Forensiker und Autor Dr.
00:17:19: Markus Schwarz
00:17:20: Bei den Verletzungen die wir hier jetzt besprochen haben.
00:17:24: es ist äußerst unwahrscheinlich das er wirklich an der Kleidlung keinerlei blutige Antragungen hat was natürlich eher dafür spricht, dass er gar nicht dabei war weil wenn er zwei Leichen transportiert und dabei hilft.
00:17:37: Da bewegt sich also auch der Kopf, da schlenkert das Haar.
00:17:40: Also je nachdem... Und da hat man
00:17:43: immer
00:17:43: kleinste Spuren, kleinste Tropfen und das würde man alles sehen!
00:17:48: Offensichtlich hat er das nicht und deswegen kommt er für diese Tat nicht in
00:17:53: Betracht.".
00:17:56: Die Tatwaffe einer Axt gehörte Heinrich Becker.
00:18:00: Er hatte sie zum Tatort mitgebracht und nach der Tat versteckt.
00:18:05: Seine genagelten Schuhe, mit denen er den Fußabdruck hinterlassen hat, finden die Ermittler unter einem Haufen Ziegenmist auf dem Hof seiner Eltern.
00:18:15: Blutspuren finden sich nur bei Bäcker – nicht bei Schaller!
00:18:19: Teile der Beute werden nur bei Bäcker sichergestellt.
00:18:22: Bei Schaller findet man nichts.
00:18:25: Ende und Nr.
00:18:27: nix wird Ernst-Schalla erneut freigesprochen.
00:18:31: Den Doppelmord an Fritz und Josefine Hofmeister hat Heinrich Becker ganz alleine auf dem Gewissen.
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